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Eine positive Bilanz konnte die GVV-Kommunalversicherung für das
Geschäftsjahr 2007 ziehen. Den Mitgliedern wurde auf der diesjährigen
ordentlichen Mitgliederversammlung am 19. Juni im Kölner Gürzenich eine
Beitragsrückerstattung von 2,8 Mio. Euro und ein Bilanzgewinn von 10,7
Mio. Euro präsentiert.
Vorstandsvorsitzender Wolfgang
Schwade blickte zu Beginn der Versammlung auf die besonderen
Herausforderungen des abgeschlossenen Geschäftsjahres zurück. Zahlreiche
Veränderungen bestimmten in 2007 die Tätigkeitsschwerpunkte des
Unternehmens. So wurden z.B. Erweiterungen des Versicherungsschutzes
in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung aufgrund von gesetzlichen
Neuregelungen und Änderungen der Rechtsprechung vorgenommen. Während
der Wettbewerb in diesen Fällen zusätzlichen Beitrag verlangte,
erfolgte der Einschluss bei GVV-Kommunal ohne eine Anhebung des
Beitrags. Ein weiterer Schwerpunkt im Jahre 2007 war die Umsetzung
des Versicherungsvertragsgesetzes. Durch zahlreiche Neuregelungen im
Gesetz ergaben sich viele Verbesserungen für die Versicherungsnehmer,
die der Versicherungswirtschaft organisatorische und aufwändige
Veränderungen abverlangte und allein für die GVV-Kommunalversicherung
Kosten in Höhe von ca. 400.000 € verursachte. Für die
Tochtergesellschaft GVV-Privat konnte Wolfgang Schwade den Mitgliedern
mitteilen, dass ab sofort auch die Mitglieder der Freiwilligen
Feuerwehr bei dem Unternehmen versicherbar sind. Damit wird also auch
dieser Personenkreis, der sich für die Erfüllung einer kommunalen
Pflichtaufgabe in besonderem Maße einsetzt, zukünftig das umfassende
und preiswerte Versicherungsangebot der GVV-Privatversicherung in
Anspruch nehmen können.
In seinem Bericht über das
Geschäftsjahr 2007 konnte Finanzvorstand Horst F. Richartz positive
Ergebnisse präsentieren. Trotz unvermindert anhaltenden
Verdrängungswettbewerbs konnte bei GVV-Kommunal das Beitragsaufkommen
mit 142,2 Mio. Euro knapp auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, der
Vorjahreswert wurde nur um 0,1 % unterschritten. Die Verwaltungskosten
konnten mit einer Quote von 4,3% sogar unter das Vorjahresniveau von
4,7 % abgesenkt werden. Sorge bereitete im Geschäftsjahr 2007
weiter die Schadenentwicklung. Der gesamte Schadenaufwand lag um 4,6 %
über dem Vorjahreswert. Ursache hierfür waren einerseits eine
unvermindert hohe Schadenbelastung in der Allgemeinen
Haftpflichtversicherung und andererseits der Sturm Kyrill, der im
Januar 2007 über Westeuropa zog und den Sach- und Autoversicherern eine
Vielzahl von Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen bescherte. Dennoch
war es für GVV-Kommunal auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder
möglich, den Mitgliedern eine Beitragsrückerstattung von insgesamt 2,8
Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Der Bilanzgewinn von 10,7 Mio. Euro
wird mit Beschluss der Mitgliederversammlung zur weiteren Stärkung des
Eigenkapitals dem Reservefonds zugeführt.
Starker
Wettbewerbsdruck und die Auswirkungen des Sturms Kyrill bestimmten auch
die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2007 der Tochtergesellschaft
GVV-Privat. Trotz eines schwierigen Umfeldes gelang es der
GVV-Privatversicherung den Bestand um 2,2 % auszubauen. Unter
Berücksichtigung des positiven Verlaufs des
nichtversicherungstechnischen Geschäftes konnte aufgrund der negativen
Entwicklung im Schadenbereich nur ein Bilanzgewinn von 122.000 Euro
ausgewiesen werden. Eine Dividendenzahlung an GVV-Kommunal war damit
nicht möglich.
Mit der Mitgliederversammlung waren auch
Veränderungen im Aufsichtsrat erforderlich. Für die ausscheidenden
Mitglieder, den Bocholter Bürgermeister Peter Nebelo, die Landrätin des
Kreises Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich und den ehemaligen
Bürgermeister von Mörfelden-Walldorf, Bernhard Brehl, wurden der
Krefelder Oberbürgermeister Gregor Kathstede, der Freisener
Bürgermeister Wolfgang Alles sowie der Pohlheimer Bürgermeister
Karl-Heinz Schäfer einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt.
Die
Mitglieder nahmen zum Abschluss der Versammlung einen Vortrag des
Chefvolkswirts der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert Walter entgegen.
Unter der Überschrift „Weltwirtschaft im Umbruch – Deutschland ist
dabei“ zeigte er sehr deutlich auf, welche Veränderungen in Wirtschaft
und Politik notwenig sind um den Herausforderungen der Zukunft gerecht
werden zu können. Seine sehr eindringlich vorgetragenen Ausführungen
erhielten lang anhaltenden Applaus seiner Zuhörer.
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